Was macht ein CMS barrierefrei?
Ein barrierefreies CMS erfüllt zwei Aufgaben: Es gibt zugängliche Webseiten aus, und es lässt sich selbst barrierefrei bedienen. Beide Ebenen beschreibt das W3C in eigenen Richtlinien.
Was ist ein barrierefreies CMS?
Ein Content-Management-System, dessen Ausgabe die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) erfüllen kann und dessen Redaktionsoberfläche den Authoring Tool Accessibility Guidelines (ATAG 2.0) folgt. ATAG beschreibt laut W3C, wie Autorenwerkzeuge selbst zugänglich werden und wie sie Redakteure beim Erstellen barrierefreier Inhalte unterstützen.
Ebene 1, die Ausgabe (Frontend): Hier gelten die WCAG. Entscheidend sind semantisches HTML, eine logische Überschriftenstruktur, Tastaturbedienung mit sichtbarem Fokus, ausreichende Kontraste, Alternativtexte und verständliche Formulare.
Ebene 2, die Redaktion (Backend): Menschen mit Behinderung sollen Inhalte auch pflegen können. Ein gutes System hilft außerdem allen Redakteuren, etwa mit Pflichtfeldern für Alternativtexte oder Hinweisen bei fehlenden Überschriften.
Für das BFSG zählt vor allem Ebene 1: Ihr Angebot für Verbraucher muss barrierefrei nutzbar sein. Welche Pflichten und Übergangsfristen konkret gelten, erklären wir im BFSG-Ratgeber mit WordPress-Checkliste.