Automatische Updates in WordPress: Yeah or Nay?

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Seit WordPress 5.5 werden nicht nur kleinere Sicherheitsupdates im WordPress-Core, sondern auf Wunsch auch Themes und Plugins automatisch aktualisiert. Ist das eine echte Arbeitserleichterung oder eher etwas, dass mehr Aufwand verursacht?

Wie bei allem gilt: Es kommt darauf an!

Automatische WordPress-Updates

Sicherheitslücken entstehen vor allem durch selten aktualisierte, veraltete Plugins und Themes. WordPress Pflege und Wartung erfolgen nicht immer zeitnah. Auf Dauer sind Websites so angreifbar, sodass sich Malsoftware und kritische Inhalte stetig weiterverbreiten können. Automatische Updates sollen diese Lücke schließen – indem die manuelle Wartung der Plugins, Themes und des WordPress-Cores entfällt. Soweit die Theorie.

WordPress selbst bietet seit der Version 3.5 Minor-Updates mit Sicherheitspatches (Core-Updates) zur automatischen Aktualisierung an. Seit der 5.5 Version von 2020 können auch Plugins und Themes automatisiert aktualisiert werden.

Im Backend kann die automatische Aktualisierung je Theme und Plugin einzeln an- bzw. ausgeschaltet werden. Default Modus ist die manuelle Aktualisierung.

WordPress Automatisch Updates Plugins Core

Im WordPress-Code wird die automatische Aktualisierung vom WordPress-eigenen Code durch eine Code-Zeile in der wp-config.php-Datei definiert. Um die Funktion zu unterbinden, muss folgende Codezeile ergänzt werden:

define( 'AUTOMATIC_UPDATER_DISABLED', true );

WordPress Automatische Updates: Pro & Contra

Die Vorteile der automatischen Updates sind relativ klar und schnell ersichtlich:

  • (Kritische) Updates erfolgen sofort und können nicht (mehr) vergessen werden.
  • Sicherheitslücken werden so sehr schnell geschlossen.
  • Der Zeitaufwand für manuelle Updates entfällt.
  • Es ist kaum/kein Budget/Personalaufwand für WordPress-Updates nötig.

Und die Nachteile?

  • Updates erfolgen sofort nach Veröffentlichung, also auch nachts/am Wochenende oder während Ihres Jahresurlaubs.
  • Schief gegangene automatische Updates führen zu Funktions-/Layoutveränderungen der Website – die nicht unbedingt sofort, sondern teilweise erst später auffallen!
  • Die Fehlersuche bei auftretenden Website-Problemen ist erschwert.
  • Das Zusammenspiel zwischen händisch angepasstem Theme- und Plugin-Codes kann beeinträchtigt werden.

Scheitert aus unterschiedlichen Gründen das Update eines Plugins oder Themes, ist im besten Falle nur das Design etwas verschoben, die Social Media Buttons verschwunden oder das Kontaktformular führt ins Leere.

Im schlechtesten Falle hat der Shop keine Funktionalität mehr – oder die Seite ist gleich gar nicht mehr erreichbar.

Der „white screen of death“ ist unter WordPress Website-Ownern besonders gefürchtet. Dabei führt ein fataler Fehler zu einer ausschließlich weißen Website, an deren Stelle eigentlich die Informationen über Ihr Unternehmen, Ihre Produkte oder Dienstleistungen zu finden sein sollten. Die Fehlersuche kann aufwendig und teuer sein, falls keine aktuellen Backups vorhanden sind – oder die Fehlerursache unklar bleibt.

Automatische oder manuelle Updates: eine Abwägungssache

Wer hobbymässig einen Blog betreibt, eher eine Webvisitenkarte mit nur geringen Besucherzahlen sein Eigen nennt und zusätzlich möglichst wenig Aufwand in die WordPress-Wartung stecken möchte, kann in der Regel auf die automatischen Updates bauen.

Sowohl vollständig als auch ausgewählt auf einzelne, vertrauenswürdige Plugins oder Themes lässt sich die automatische Aktualisierung anpassen.

Im besten Falle ist die Website außerdem relativ ressourcenoptimiert aufgebaut. Es sind nur wenige, möglichst aktuelle Plugins und Themes im Einsatz und eventuelle Ausfallzeiten führen nicht direkt zu Umsatzeinbrüchen beziehungsweise zu Imageverlusten bei potenziellen und vorhandenen Kunden.

Geht ein automatisches Update schief, muss externe Hilfe gebucht und die Fehlersuche gestartet werden. Ausfallzeiten von einigen Stunden bis hin zu mehreren Tagen sind realistisch.

Anders sieht es bei E-Commerce-Projekten, also Shops und Dienstleistungsangeboten aus, die wesentlich zum Öffentlichkeitsbild und zum Umsatz Ihres Unternehmens beitragen. Dann ist in der Regel jeder Ausfall unmittelbar Umsatzkritisch und sollte bestmöglich verhindert werden.

Wir bieten als WordPress-Wartungsagentur unter anderem Staging an und aktualisieren die WordPress-Websites inklusive aller verwendeten Erweiterungen unter gesicherten Bedingungen, bevor die Updates im Live-System eingespielt werden.

Das bedeutet für Sie: keine Ausfälle, kein Funktionsverlust – und trotzdem jederzeit aktuelle Systemkomponenten.

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