WordPress FAQ

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Theme — Was ist ein WordPress-Theme?

Ein WordPress-Theme ist ein Paket aus Vorlagendateien, Stylesheets und Konfigurationsdateien, das das gesamte visuelle Erscheinungsbild einer WordPress-Website steuert, ohne die Inhalte oder die Funktionalität des Systems zu verändern.

Was bedeutet das?

WordPress trennt Inhalt und Darstellung konsequent voneinander. Die Inhalte, also Beiträge, Seiten und Einstellungen, liegen in der Datenbank. Das Theme legt fest, wie diese Inhalte im Browser dargestellt werden: Schriften, Farben, Abstände, Spaltenaufteilung, Header, Footer und Seitenstruktur. Sie können das Theme einer WordPress-Website jederzeit wechseln, ohne einen einzigen Inhalt zu verlieren.

Die WordPress-Theme-Entwicklung unterscheidet zwei grundlegende Typen. Classic Themes nutzen PHP-Vorlagendateien (Template Hierarchy), CSS und JavaScript. Sie steuern das Aussehen über Theme-Funktionen, die in einer functions.php-Datei gebündelt sind. Block Themes wurden mit WordPress 5.9 eingeführt und bauen vollständig auf dem Gutenberg-Block-Editor auf. Sie bestehen aus HTML-Vorlagen und einer theme.json-Konfigurationsdatei, die Farben, Typografie und Abstände zentral definiert. Block Themes erlauben es, alle Bereiche der Website einschließlich Header und Footer direkt im Site-Editor zu bearbeiten.

Child Themes sind eine wichtige Praxis für individuelle Anpassungen. Wenn Sie ein Theme direkt verändern, werden alle Anpassungen beim nächsten Theme-Update überschrieben. Ein Child Theme erbt alle Eigenschaften des übergeordneten Parent Themes, erlaubt aber zusätzliche Anpassungen, die Updates überleben. Jede ernsthafte WordPress-Installation mit individuell angepasstem Design verwendet ein Child Theme oder ein auf das eigene Projekt ausgerichtetes eigenständiges Theme.

Beispiel aus der Praxis

Sie haben ein fertiges Theme installiert und möchten lediglich die Schriftfarbe der Überschriften anpassen. Sie öffnen direkt die CSS-Datei des Themes und ändern den Wert. Beim nächsten Theme-Update überschreibt der Hersteller exakt diese Datei, und Ihre Anpassung ist verloren. Die korrekte Vorgehensweise: Sie erstellen ein Child Theme mit einer eigenen style.css, in der Sie nur die geänderte CSS-Regel eintragen. Das Child Theme wird nicht durch Theme-Updates berührt, und Ihre Anpassung bleibt erhalten.

Tipp aus der Praxis

Installieren Sie ausschließlich Themes aus vertrauenswürdigen Quellen: dem offiziellen WordPress-Theme-Verzeichnis auf wordpress.org oder direkt vom Hersteller. Themes aus inoffiziellen Quellen oder sogenannte „Nulled Themes“ (raubkopierte Premium-Themes) enthalten häufig versteckten Schadcode, der Ihre Website als Spam-Versender oder für Phishing missbraucht. Halten Sie das aktive Theme und alle installierten Themes aktuell. Deaktivierte Themes, die nicht gelöscht werden, sind ebenfalls ein Sicherheitsrisiko, da ihre Dateien auf dem Server verbleiben und über bekannte Sicherheitslücken angegriffen werden können.

Verwandte Begriffe

  • Plugin — Themes steuern das Erscheinungsbild, Plugins erweitern die Funktionalität
  • Update — Theme-Updates schließen Sicherheitslücken und verbessern die Kompatibilität
  • CMS — WordPress als CMS trennt Inhalte und Darstellung durch das Theme-System
  • Datenbank — Inhalte liegen in der Datenbank, das Theme bestimmt nur die Darstellung
  • Backup — vor einem Theme-Wechsel immer eine vollständige Sicherung anlegen
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