Was ist der Time to First Byte (TTFB)?
Der Time to First Byte (TTFB) misst die Zeit, die vergeht, bis der Browser das erste Datenbyte vom Webserver empfängt, nachdem er eine Seitenanfrage gesendet hat. Dieser Wert umfasst Netzwerklatenz, DNS-Auflösung, TCP-Verbindungsaufbau, TLS-Handshake und die eigentliche Verarbeitungszeit auf dem Server. Google empfiehlt einen TTFB unter 800 Millisekunden, wobei Werte unter 200 Millisekunden als sehr gut gelten.
Was bedeutet das für Ihre Website?
Der TTFB ist der erste Engpass in der gesamten Ladekette Ihrer Website. Bevor ein Browser überhaupt anfangen kann, Inhalte darzustellen, muss er auf das erste Byte warten. Ein hoher TTFB von beispielsweise zwei Sekunden bedeutet, dass der Nutzer zwei Sekunden eine weiße Seite sieht, bevor sich überhaupt etwas bewegt. Bei WordPress ist die Server-Verarbeitungszeit ein häufiger Faktor: Jede Seitenanfrage führt standardmäßig zu zahlreichen Datenbankabfragen und PHP-Prozessen. Günstiges Shared-Hosting mit schwacher Hardware, zu viele aktive Plugins oder ein fehlender serverseitiger Cache können den TTFB auf über eine Sekunde treiben. Ein serverseitiger Seiten-Cache, der fertig gerenderte HTML-Seiten ausliefert ohne jedes Mal PHP und die Datenbank zu befragen, ist die wirkungsvollste Gegenmaßnahme. Auch der geografische Abstand zwischen Server und Besucher schlägt sich direkt im TTFB nieder.
Tipp
Aktivieren Sie in WordPress einen serverseitigen Cache — entweder über Ihr Hosting (z. B. LiteSpeed Cache, Nginx FastCGI Cache) oder über ein Caching-Plugin. Messen Sie den TTFB mit dem Browser-Entwicklertool unter Netzwerk: Die erste Zeile zeigt die Dokumentanfrage, im Reiter Timing sehen Sie den TTFB-Wert isoliert. Liegt er dauerhaft über 600 Millisekunden, ist der Hosting-Plan oder der fehlende Cache das Problem, nicht das Design.