Ein Backup ist eine vollständige Sicherungskopie aller Website-Daten, mit der sich eine WordPress-Installation nach einem Angriff, Datenverlust oder fehlgeschlagenem Update zuverlässig wiederherstellen lässt.
Was bedeutet das?
Eine WordPress-Website besteht aus zwei Teilen, die beide gesichert werden müssen: der Datenbank und den Dateien. Die Datenbank enthält alle Beiträge, Seiten, Kommentare, Benutzerkonten und Plugin-Einstellungen. Die Dateien umfassen den WordPress-Core, Themes, Plugins sowie alle Uploads wie Bilder, PDFs und Videos. Fehlt bei einer Wiederherstellung einer dieser beiden Teile, lässt sich die Website nicht vollständig rekonstruieren.
Backups lassen sich nach Häufigkeit und Methode unterscheiden. Vollbackups sichern alles auf einmal. Inkrementelle Backups erfassen nur die Änderungen seit der letzten Sicherung und sparen Speicherplatz und Zeit. Für aktive WordPress-Seiten mit täglich neuen Inhalten empfiehlt die WordPress-Dokumentation tägliche Sicherungen. Kleinere Seiten ohne häufige Inhaltspflege kommen mit wöchentlichen Backups aus.
Bewährt hat sich die sogenannte 3-2-1-Regel: drei Kopien der Daten aufbewahren, auf zwei verschiedenen Speichermedien, davon mindestens eine an einem anderen physischen Standort als der Webserver. So bleibt mindestens eine Kopie intakt, selbst wenn Hosting-Server und lokale Festplatte gleichzeitig ausfallen. Besonders wichtig ist der Aufbewahrungszeitraum: Ein Angriff oder eine Datenbankkorruption bleibt manchmal wochenlang unbemerkt. Wer nur das gestrige Backup hat, stellt möglicherweise bereits eine kompromittierte Version wieder her. Eine längere Backup-Historie gibt den nötigen Spielraum für eine saubere Wiederherstellung.
Beispiel aus der Praxis
Ein Online-Shop betreibt eine WooCommerce-Website mit mehreren hundert Produkten. Ein fehlerhaftes Plugin-Update am Freitagabend bricht den Checkout-Prozess. Bestellungen können nicht mehr abgeschlossen werden. Ohne Backup bleibt nur die zeitaufwendige manuelle Fehlersuche im Code. Mit einem tagesfrischen Vollbackup stellt der Betreiber die Website in weniger als 15 Minuten auf den Stand vor dem Update zurück. Der Shop ist wieder erreichbar, bevor der erste Kunde am Wochenende einkaufen möchte. Die Kosten des Backup-Systems haben sich damit bereits beim ersten Vorfall vielfach amortisiert.
Häufiger Fehler
Viele Betreiber sichern nur die Datenbank, nicht aber die Dateien. Das reicht aus, wenn ein Beitrag versehentlich gelöscht wurde. Bei einem Server-Totalausfall, einem Hosting-Wechsel oder einem Ransomware-Angriff fehlen dann aber alle Bilder, individuellen Theme-Anpassungen und Plugin-Dateien. Sichern Sie immer Datenbank und Dateien gemeinsam in einem Schritt.
Ein zweiter häufiger Fehler: Backups werden erstellt, aber nie auf Wiederherstellbarkeit getestet. Eine Sicherungsdatei, die beim Restore nicht korrekt eingespielt werden kann, ist wertlos. Testen Sie mindestens einmal im Quartal, ob sich Ihr Backup auf einer Staging-Umgebung vollständig wiederherstellen lässt.
Beim msrv.io-Hosting, das CMS ADMINS anbietet, werden Websites automatisch mit einer 60-Tage-Echtzeit-Sicherung gesichert. Alle Details finden Sie unter cms-admins.de/hosting/.
Verwandte Begriffe
- Datenbank — enthält alle WordPress-Inhalte und muss Teil jedes Backups sein
- Hosting — serverseitige Backup-Qualität haengt stark vom Anbieter ab
- FTP — klassische Methode zum manuellen Herunterladen von Backup-Dateien
- Plugin — Backup-Plugins automatisieren die regelmaessige Sicherung direkt aus WordPress
- Update — vor jedem Major-Update sollte ein manuelles Backup erstellt werden
- CMS — WordPress als CMS benoetigt regelmaessige Sicherungen auf Datei- und Datenbankebene