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Responsive — Was bedeutet responsives Webdesign?

Responsives Webdesign bezeichnet einen Entwicklungsansatz, bei dem sich das Layout einer Website automatisch an die Bildschirmgröße des jeweils genutzten Geräts anpasst.

Was bedeutet das?

Der Begriff „Responsive Web Design“ wurde 2010 vom Webdesigner Ethan Marcotte geprägt. Die Grundidee ist, eine einzige Website zu bauen, die auf Smartphones, Tablets, Laptops und großen Desktop-Monitoren gleichermaßen gut aussieht und bedienbar ist. Statt für jedes Gerät eine eigene Version zu entwickeln, reagiert (englisch: „to respond“) das Layout flexibel auf den verfügbaren Platz.

Technisch wird responsives Design vor allem durch CSS Media Queries umgesetzt. Diese erlauben es, bestimmte CSS-Regeln nur dann anzuwenden, wenn die Bildschirmbreite einen definierten Schwellenwert (Breakpoint) über- oder unterschreitet. Typische Breakpoints liegen bei 768 Pixeln (Übergang von Smartphone zu Tablet) und 1024 Pixeln (Übergang zu Desktop). Hinzu kommen Fluid Grids, also Layoutraster auf Prozenzbasis statt fester Pixelangaben, sowie flexible Bilder, die sich an die Containerbreite anpassen. Zusammen sorgen diese Techniken dafür, dass ein mehrspaltes Desktop-Layout auf dem Smartphone zur einspalten Ansicht wird.

Für WordPress-Websites ist responsives Design seit Jahren der Standard. Alle offiziellen „Twenty“-Themes von WordPress sind von Haus aus responsiv. Google bewertet die mobile Nutzbarkeit einer Website als Rankingfaktor und crawlt Seiten bevorzugt in der mobilen Darstellung (Mobile-First Indexing). Eine nicht-responsive WordPress-Website verliert damit nicht nur Nutzerinnen und Nutzer auf Smartphones, sondern auch Sichtbarkeit in Suchmaschinen.

Beispiel aus der Praxis

Ein Wartungsunternehmen hat eine WordPress-Seite mit dreispaltigem Leistungsbereich auf dem Desktop. Auf einem Smartphone mit 375 Pixel Breite klappt das Layout automatisch auf eine einzige Spalte um. Das Navigationsmenü verwandelt sich in ein Hamburger-Icon, das bei Tippen ein vertikales Menü öffnet. Bilder werden kleiner skaliert und passen sich der verfügbaren Breite an. All das übernimmt das Theme ohne zusätzliche Plugins, solange es korrekt responsiv programmiert ist.

Beim Einsatz eines Page Builders wie dem Impreza-Theme oder Elementor lässt sich das Responsive-Verhalten für jedes Element separat steuern: Bestimmte Spalten können auf Mobilgeräten ausgeblendet, Schriftgrößen für Smartphones angepasst oder Abstände verringert werden.

Tipp aus der Praxis

Testen Sie responsives Design niemals nur im Browser-Emulator. Die Chrome DevTools (Taste F12, dann das Device-Icon) zeigen eine gute Annäherung, ersetzen aber keine Tests auf echten Geräten. Finger-Tipp-Gesten, Touch-Targets und tatsächliche Renderinggeschwindigkeit unterscheiden sich von der Desktop-Simulation. Halten Sie mindestens ein Mittelklasse-Android-Smartphone für realistische Tests bereit. Prüfen Sie außerdem, ob alle anklickbaren Elemente wie Buttons und Links mindestens 44×44 Pixel groß sind, damit sie auch mit dem Daumen zuverlässig getroffen werden.

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