WordPress FAQ

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Version — Was bedeutet eine Versionsnummer bei WordPress?

Eine Versionsnummer kennzeichnet einen bestimmten Entwicklungsstand einer Software eindeutig und ermöglicht es, Änderungen, Kompatibilitäten und Sicherheitsstatus einer Installation präzise einzuordnen.

Was bedeutet das?

Wenn Software weiterentwickelt wird, entstehen neue Stände. Um diese Stände unterscheiden zu können, werden ihnen Versionsnummern vergeben. Das heute am weitesten verbreitete Schema ist Semantic Versioning, kurz SemVer. Eine SemVer-Versionsnummer hat die Form MAJOR.MINOR.PATCH, also zum Beispiel 2.4.1. Die erste Zahl (MAJOR) wird erhöht, wenn eine Version inkompatible Änderungen bringt. Die zweite Zahl (MINOR) wird erhöht bei neuen, rückwärtskompatiblen Funktionen. Die dritte Zahl (PATCH) steht für Fehlerbehebungen und Sicherheitspatches, die keine bestehende Funktionalität verändern.

WordPress folgt einem vereinfachten Versionierungsschema. Hauptversionen wie 6.4 oder 6.5 enthalten neue Funktionen und erscheinen mehrmals im Jahr nach einem öffentlichen Release-Kalender. Patch-Versionen wie 6.5.3 beinhalten ausschließlich Sicherheitsfixes und Bugfixes und erscheinen unregelmäßig, sobald Probleme bekannt werden. Für WordPress-Betreiber ist besonders wichtig: Patch-Updates sollten immer unverzüglich eingespielt werden, da sie häufig kritische Sicherheitslücken schließen. Hauptversionen erfordern mehr Testaufwand, da sie neue Funktionen mitbringen, die gelegentlich mit älteren Plugins oder Themes kollidieren können.

Neben der WordPress-Core-Version spielen die PHP-Version und die Versionen aller installierten Plugins und Themes eine Rolle. Jede Komponente bringt eigene Versionsanforderungen mit. Ein Plugin kann beispielsweise eine Mindest-PHP-Version von 8.0 fordern. Ist die Server-PHP-Version älter, wird das Plugin entweder nicht installierbar oder funktioniert fehlerhaft. Kompatibilitätsmatrizen in Plugin-Readme-Dateien und auf der Plugin-Seite im WordPress-Verzeichnis geben an, welche WordPress- und PHP-Versionen unterstützt werden.

Beispiel aus der Praxis

Eine WordPress-Website läuft seit zwei Jahren ohne größere Updates. Die installierte WordPress-Version ist 5.9, PHP-Version 7.4. Der Site-Betreiber möchte ein modernes Formular-Plugin installieren, das in der Beschreibung „Requires at least: WordPress 6.3, PHP 8.1“ angibt. Beide Anforderungen sind nicht erfüllt. Würde das Plugin trotzdem installiert, wäre ein Fehlverhalten wahrscheinlich. Der korrekte Weg: zuerst PHP auf 8.1 oder besser 8.2 aktualisieren, dann WordPress schrittweise aktualisieren, auf einer Staging-Umgebung testen, und erst dann das neue Plugin installieren. Dieser Prozess verdeutlicht, warum regelmäßige Updates wichtig sind: Wer Versionen zu lange vernachlässigt, häuft technischen Nachholbedarf auf.

Tipp aus der Praxis

Überprüfen Sie regelmäßig den Versionsstand aller WordPress-Installationen. Im WordPress-Backend zeigt das Dashboard unter „Aktualisierungen“ verfügbare Updates für Core, Plugins und Themes. Per WP-CLI lässt sich mit wp core check-update, wp plugin list --update=available und wp theme list --update=available der Stand aller Komponenten abrufen. CMS ADMINS übernimmt diese Prüfung und das Einspielen von Updates im Rahmen der WordPress-Wartung ab 9,50 Euro pro Monat, inklusive Backup vor jedem Update und 60-Tage-Backup-Aufbewahrung auf Servern in Deutschland.

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