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Cache — Was ist ein Cache?

Ein Cache ist ein temporärer Zwischenspeicher, der bereits geladene Daten lokal oder auf einem Server ablegt, damit sie bei der nächsten Anfrage schneller bereitgestellt werden können, ohne den Server erneut zu belasten.

Was bedeutet das?

Wenn Sie eine Website aufrufen, lädt Ihr Browser zahlreiche Dateien herunter: HTML-Dokumente, Stylesheets, JavaScript-Dateien, Schriften und Bilder. Dieselben Ressourcen bei jedem Besuch erneut vom Server anzufordern wäre ineffizient. Ein Cache verhindert das, indem er eine Kopie dieser Ressourcen zwischenspeichert und bei Folgebesuchen direkt aus dem lokalen Speicher ausliefert.

Im Web gibt es mehrere Cache-Ebenen. Der Browser-Cache liegt auf dem Endgerät des Besuchers und speichert statische Ressourcen wie Bilder und Stylesheets. Der serverseitige Seiten-Cache (Page-Cache) erzeugt eine fertig gerenderte HTML-Version einer Seite, sodass PHP und die Datenbank bei Folgeaufrufen nicht erneut eingebunden werden müssen. Ein CDN-Cache (Content Delivery Network) speichert Inhalte auf weltweit verteilten Servern, um Ladezeiten für Besucher aus unterschiedlichen Regionen zu verringern. Der HTTP-Standard steuert das Caching-Verhalten über den Cache-Control-Header: Der Wert „max-age=3600“ erlaubt das Zwischenspeichern für eine Stunde, „no-cache“ erzwingt eine Prüfung beim Server vor jeder Auslieferung, und „no-store“ verhindert das Speichern vollständig.

In WordPress übernehmen Caching-Plugins diese Aufgabe. Sie erzeugen statische HTML-Versionen der dynamisch generierten Seiten und liefern diese direkt aus, ohne PHP oder MySQL zu belasten. Das verkürzt die Zeit bis zum ersten Byte (TTFB) spürbar und verbessert die Core-Web-Vitals-Werte, die Google für das Ranking berücksichtigt.

Beispiel aus der Praxis

Sie betreiben einen WooCommerce-Shop mit aktivem Caching-Plugin. Ein Kunde legt ein Produkt in den Warenkorb, sieht aber noch die alte Ansicht ohne das hinzugefügte Produkt. Das liegt daran, dass das Plugin eine veraltete Cache-Version ausliefert. Caching-Plugins müssen Cart-, Checkout- und Konto-Seiten grundsätzlich vom Page-Cache ausschließen. Fehlt dieser Ausschluss in der Konfiguration, entstehen inkonsistente Darstellungen zwischen dem, was der Besucher sieht, und dem tatsächlichen Datenbankinhalt. Die Lösung: im Caching-Plugin die URL-Muster des WooCommerce-Bereichs explizit vom Cache ausschließen und danach den gesamten Cache leeren.

Häufiger Fehler

Nach einem WordPress-Update, einem Plugin-Wechsel oder einer Theme-Anpassung sind die Änderungen im Browser nicht sichtbar, obwohl sie korrekt gespeichert wurden. Der Grund ist fast immer ein veralteter Cache. Leeren Sie in diesem Fall zuerst den Seiten-Cache im Caching-Plugin, danach den Browser-Cache über die Entwicklertools des Browsers. Wenn Sie Managed-Hosting nutzen, gibt es häufig einen zusätzlichen serverseitigen Nginx- oder Varnish-Cache, der separat geleert werden muss. Das Vergessen dieses Schritts ist einer der häufigsten Gründe, warum Besucher Fehler melden, die im Backend längst behoben sind.

Verwandte Begriffe

  • Plugin — Caching-Plugins erweitern WordPress um serverseitiges Zwischenspeichern
  • Hosting — Managed-Hosting-Pakete beinhalten oft einen integrierten serverseitigen Cache
  • PHP — Caching reduziert die Anzahl der PHP-Prozesse pro Seitenaufruf erheblich
  • Datenbank — Object-Cache reduziert wiederholte Datenbankabfragen auf denselben Datensatz
  • Update — nach jedem WordPress-Update muss der Cache vollständig geleert werden
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