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Template — Was ist ein WordPress-Template?

Ein Template ist eine vordefinierte Dateivorlage, die WordPress zur Darstellung eines bestimmten Seitentyps wie Einzelbeitrag, Archiv oder Startseite verwendet.

Was bedeutet das?

Wenn WordPress eine Seite ausliefert, sucht es nach einem passenden Template in der Theme-Hierarchie. Diese Hierarchie ist eine festgelegte Reihenfolge von Dateinamen: Für einen einzelnen Beitrag prüft WordPress zunächst, ob eine spezifische Datei wie single-post.php existiert, dann single.php, dann singular.php und schließlich als Fallback index.php. Welches Template für welchen Kontext zuständig ist, regelt die WordPress-Template-Hierarchie, die in der offiziellen Entwickler-Dokumentation vollständig dokumentiert ist.

Im klassischen PHP-Theming sind Templates einfache PHP-Dateien, die HTML mit WordPress-Vorlagenfunktionen wie the_title() oder the_content() mischen. Seit WordPress 5.0 und dem Gutenberg-Editor gibt es zusätzlich Block-Templates. Diese werden im Format JSON oder HTML geschrieben und bestehen aus Block-Strukturen statt PHP-Code. Mit Full Site Editing (FSE), eingeführt in WordPress 5.9, können Block-Templates direkt im Browser bearbeitet werden, ohne eine Datei anfassen zu müssen. Welcher Ansatz zum Einsatz kommt, hängt davon ab, ob das Theme als klassisches Theme oder als Block-Theme konzipiert ist.

Templates können auch seitenspezifisch sein. In der Seitenbearbeitung lässt sich unter „Seitenattribute“ ein alternatives Seiten-Template auswählen, sofern das Theme solche anbietet. Diese Custom-Templates sind PHP-Dateien, die im Datei-Header den Kommentar /* Template Name: Mein Template */ tragen. So kann eine bestimmte Seite ein abweichendes Layout erhalten, ohne das Standard-Template zu verändern.

Beispiel aus der Praxis

Ein Unternehmen betreibt eine WordPress-Website und möchte eine spezielle Kontaktseite ohne die übliche Seitenleiste darstellen. Das aktive Theme zeigt standardmäßig eine Sidebar. Um die Kontaktseite mit voller Breite darzustellen, erstellt ein Entwickler im Child-Theme eine Datei template-fullwidth.php mit dem Header-Kommentar Template Name: Volle Breite. Im Backend kann die Kontaktseite jetzt dieses Template auswählen. Alle anderen Seiten behalten ihr normales Layout, nur die Kontaktseite nutzt das breite Template.

Wichtig ist dabei, Änderungen immer im Child-Theme vorzunehmen, niemals direkt im Parent-Theme. Beim nächsten Theme-Update würden Anpassungen im Parent-Theme überschrieben und das Custom-Template wäre verloren.

Tipp aus der Praxis

Wer das Theming einer WordPress-Website anpasst, sollte sich die Template-Hierarchie-Grafik auf developer.wordpress.org bookmarken. Sie zeigt für jeden Seitentyp (Homepage, Kategorie-Archiv, Suchergebnisse, 404-Fehlerseite) exakt, welche Template-Datei in welcher Reihenfolge geladen wird. Mit diesem Wissen lassen sich sehr spezifische Anpassungen gezielt an der richtigen Datei vornehmen, anstatt den Fallback index.php für alles zu überladen. Für Block-Themes gilt eine analoge Hierarchie, nur mit HTML-Dateien im Ordner templates/.

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