Eine Datenbank ist ein strukturierter Speicher, der Informationen in Tabellen organisiert und über gezielte Abfragen abrufbar macht. WordPress speichert alle Inhalte, Einstellungen und Benutzerdaten ausschließlich in einer relationalen Datenbank.
Was bedeutet das?
WordPress nutzt als Datenbanksystem MySQL oder MariaDB. Laut der offiziellen WordPress-Anforderungsseite (wordpress.org/about/requirements) sind MySQL 8.0 oder MariaDB 10.6 die empfohlenen Mindestversionen (Stand Mai 2026). Die Datenbank einer WordPress-Website enthält standardmäßig zwölf Kerntabellen, die jeweils mit einem konfigurierbaren Tabellenpräfix beginnen, standardmäßig „wp_“. Die wichtigsten Tabellen sind wp_posts (alle Beiträge, Seiten und Medienbeschreibungen), wp_options (sämtliche WordPress- und Plugin-Einstellungen), wp_users und wp_usermeta (Benutzerdaten), wp_comments (Kommentare) sowie wp_terms, wp_term_taxonomy und wp_term_relationships (Kategorien, Tags und Taxonomien).
PHP kommuniziert über die WordPress-Datenbankklasse wpdb mit der Datenbank. Bei jedem Seitenaufruf werden mehrere SQL-Abfragen ausgeführt, die Inhalte, Menüs, Widgets und Plugin-Einstellungen laden. Die Anzahl dieser Datenbankabfragen hängt von der Komplexität der Seite und der Anzahl aktiver Plugins ab. Ein Object-Cache-Plugin kann wiederholt angefragte Datensätze im Arbeitsspeicher halten, um die Zahl der Datenbankabfragen zu reduzieren.
Auf die Datenbank können Sie über phpMyAdmin zugreifen, ein webbasiertes Verwaltungswerkzeug, das die meisten Hoster im Hosting-Panel bereitstellen. Alternativ ermöglicht das Kommandozeilenwerkzeug WP-CLI direkte Datenbankoperationen, ohne den Browser zu benötigen.
Beispiel aus der Praxis
Sie migrieren eine WordPress-Website auf eine neue Domain. Die Inhalte der alten Domain sind an vielen Stellen in der Datenbank gespeichert: in der wp_options-Tabelle als „siteurl“ und „home“, in Beitrags-Inhalten als absolute URLs zu Bildern und internen Links. Ohne eine gezielte Datenbanksuche und -ersetzung zeigt die neue Website Bilder von der alten Domain oder hat kaputte interne Links. Mit dem WP-CLI-Befehl „wp search-replace alte-domain.de neue-domain.de“ aktualisiert WordPress alle Vorkommen in der Datenbank in einem Schritt, einschließlich serialisierter Datenstrukturen, die phpMyAdmin manuell kaum korrekt ersetzen könnte.
Tipp aus der Praxis
Sichern Sie die Datenbank regelmäßig und getrennt von den Dateien der Website. Eine WordPress-Sicherung ist nur vollständig, wenn sie sowohl die Datenbankdatei (SQL-Dump) als auch alle Dateien im WordPress-Verzeichnis enthält. Die meisten Backup-Plugins ermöglichen automatische tägliche Datenbank-Backups, die an einen externen Speicherort wie einen Cloud-Dienst oder SFTP-Server übertragen werden. Testen Sie Ihre Backups regelmäßig durch eine Wiederherstellung auf einer Testinstallation. Ein Backup, das nicht getestet wurde, ist kein verlässliches Backup.
Verwandte Begriffe
- Backup — eine vollständige Sicherung umfasst immer Dateien und Datenbank
- PHP — PHP kommuniziert bei jedem Seitenaufruf mit der Datenbank
- Hosting — der Hoster stellt die Datenbankumgebung (MySQL/MariaDB) bereit
- Cache — Object-Cache reduziert wiederholte Datenbankabfragen auf denselben Datensatz
- FTP — FTP überträgt Dateien, Datenbankoperationen erfordern phpMyAdmin oder WP-CLI