Der Footer (deutsch: Fußzeile) ist der unterste Bereich einer Webseite, der üblicherweise auf jeder Unterseite einer Website erscheint und rechtlich relevante Links, Kontaktinformationen, Urheberrechtshinweise sowie ergänzende Navigation enthält.
Was bedeutet das?
Im HTML-Standard wird der Footer durch das semantische Element <footer> ausgezeichnet, das mit HTML5 eingeführt wurde. Das Element kennzeichnet den abschließenden Abschnitt eines Dokuments oder eines Abschnitts innerhalb des Dokuments und transportiert damit nicht nur visuelle, sondern auch semantische Bedeutung für Suchmaschinen und Screenreader. Inhaltlich enthält ein Website-Footer typischerweise: Impressum und Datenschutzerklärung (in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben), Kontaktdaten, Links zu den wichtigsten Seiten der Website, Social-Media-Links sowie einen Copyright-Hinweis.
In WordPress ist der Footer ein fester Bestandteil des Themes. Bei klassischen PHP-Themes wird der Footer in der Datei footer.php definiert, die mit der Template-Funktion get_footer() in jede Seite eingebunden wird. Der Footer schließt in der Regel die grundlegenden HTML-Elemente (</body>, </html>) und stellt über den WordPress-Action-Hook wp_footer sicher, dass alle eingebundenen JavaScript-Dateien und Plugin-Ausgaben am Ende des Dokuments korrekt gerendert werden. Plugins, die über wp_enqueue_script mit dem Parameter $in_footer = true registriert wurden, geben ihr Script-Tag an dieser Stelle aus.
Bei Block-Themes (Full Site Editing, ab WordPress 5.9) wird der Footer als Template-Part im Verzeichnis parts/footer.html gespeichert und kann direkt im Site Editor von WordPress bearbeitet werden, ohne PHP-Kenntnisse zu erfordern. Klassische Themes hingegen verlangen in der Regel Anpassungen direkt im PHP-Code oder über einen Child-Theme-Ansatz.
Viele Themes bieten Footer-Widget-Bereiche an, über die Inhalte im Footer-Bereich ohne Code-Änderungen angepasst werden können. Über das Backend unter „Design > Widgets“ lassen sich Text, Bilder, Navigationslisten und weitere Widgets in diese vordefinierten Bereiche einfügen.
Beispiel aus der Praxis
Sie betreiben eine WordPress-Website für ein Unternehmen in Deutschland. Im Footer müssen nach deutschem Recht das Impressum und die Datenschutzerklärung verlinkt sein. Sie navigieren im WordPress-Backend zu „Design > Widgets“ und fügen im Footer-Widget-Bereich einen Navigationsblock mit den entsprechenden Links ein. Zusätzlich ergänzen Sie einen Text-Widget mit der Postadresse und einem Copyright-Vermerk. Nach dem Speichern erscheinen diese Informationen auf jeder Unterseite der Website im Footer-Bereich.
Warnung
Achten Sie darauf, den Action-Hook wp_footer() in keiner eigenen footer.php zu entfernen. Fehlt dieser Aufruf, werden JavaScript-Dateien, die von Plugins und dem Block-Editor im Footer eingebunden werden sollen, nicht ausgegeben. Die Folge sind stumme JavaScript-Fehler, nicht funktionierende Kontaktformulare und defekte Plugin-Funktionen, die erst auf dem Live-System auffallen.