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Kategorie, Schlagwort, Tag — Wie strukturiert WordPress Beiträge?

Kategorien, Schlagwörter und Tags sind WordPress-Taxonomien, mit denen Beiträge thematisch gruppiert und für Leser sowie Suchmaschinen strukturiert werden.

Was bedeutet das?

WordPress bietet von Haus aus zwei eingebaute Taxonomien für Beiträge: Kategorien und Schlagwörter (englisch: Tags). Beide ordnen Inhalte, folgen aber unterschiedlichen Prinzipien. Kategorien sind hierarchisch. Ein Beitrag über „WordPress-Sicherheit“ kann der Kategorie „Sicherheit“ zugeordnet sein, die wiederum eine Unterkategorie von „WordPress-Tipps“ ist. Jeder Beitrag sollte mindestens einer Kategorie zugeordnet sein, und WordPress weist Beiträgen ohne explizite Auswahl die Standardkategorie „Allgemein“ zu.

Schlagwörter hingegen sind flach, also nicht hierarchisch. Sie beschreiben spezifische Aspekte eines Beitrags und eignen sich für Querbezüge zwischen Kategorien. Ein Beitrag über „WordPress-Performance“ in der Kategorie „Optimierung“ könnte die Schlagwörter „Caching“, „CDN“ und „Hosting“ tragen. Besucher und Suchmaschinen können über diese Schlagwort-Seiten verwandte Beiträge finden, auch wenn sie in verschiedenen Kategorien liegen.

Technisch sind Kategorien und Schlagwörter beide Ausprägungen des WordPress-Taxonomy-Systems. Über die Funktion register_taxonomy() lassen sich eigene Taxonomien für Custom Post Types anlegen, zum Beispiel „Produktkategorie“ für einen Onlineshop oder „Themengebiet“ für ein Firmenmagazin.

Beispiel aus der Praxis

Sie betreiben ein WordPress-Blog über digitale Marketingthemen. Im Hauptmenü erscheinen die Kategorien „SEO“, „Social Media“, „E-Mail-Marketing“ und „Analytics“ als Navigationspunkte. Jeder neue Beitrag bekommt eine oder maximal zwei Kategorien. Zusätzlich vergeben Sie Schlagwörter wie „Google“, „Conversion“, „A/B-Test“ oder „Newsletter“. So entsteht automatisch ein Netz verlinkter Seiten: Die Kategorie-Seite listet alle Beiträge zum Thema, die Schlagwort-Seite zeigt themenübergreifend alle Beiträge zu einem Schlüsselbegriff.

Für die Suchmaschinen-Optimierung ist es wichtig, dass Kategorie- und Schlagwort-Seiten entweder mit eigenem Inhalt angereichert oder per Robots-Noindex aus dem Index ausgeschlossen werden. Leere Taxonomy-Archivseiten ohne eigenen Mehrwert können das Crawl-Budget belasten.

Tipp aus der Praxis

Weniger ist mehr bei Schlagwörtern. Ein häufiger Fehler ist es, jedem Beitrag zehn oder mehr Schlagwörter zuzuweisen. Entstehen dadurch hunderte Schlagwort-Archiv-Seiten mit jeweils nur einem Beitrag, wertet Google diese als Duplicate Content oder schwachen Inhalt. Planen Sie Ihr Taxonomie-System vor dem Start des Blogs: Legen Sie zehn bis zwanzig Kategorien und eine überschaubare Anzahl dauerhaft genutzter Schlagwörter fest. Beiträge lassen sich im WordPress-Dashboard nachträglich gebündelt einer Kategorie zuweisen (Bulk Edit), wenn Sie das System umstrukturieren müssen.

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