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Request — Was ist eine HTTP-Anfrage an einen Webserver?

Ein Request (HTTP-Anfrage) ist eine standardisierte Nachricht, die ein Client wie ein Browser an einen Webserver schickt, um eine Ressource anzufordern oder Daten zu übermitteln.

Was bedeutet das?

Jedes Mal, wenn Sie eine Webseite aufrufen, passiert im Hintergrund eine Reihe von Requests. Ihr Browser sendet eine Anfrage an den Webserver, dieser verarbeitet sie und schickt eine Antwort zurück. Dieses Frage-Antwort-Prinzip ist die Grundlage des World Wide Web und folgt dem HTTP-Protokoll (Hypertext Transfer Protocol), das in RFC 7231 standardisiert ist.

Ein Request besteht aus mehreren Teilen: der Methode, die beschreibt, was der Client tun möchte; der URL, die angibt, welche Ressource angefordert wird; den Headern, die Metadaten wie Sprache, Browser-Typ und Cookies transportieren; und optional einem Body, der bei Formulardaten oder API-Übertragungen die eigentlichen Daten enthält. Die häufigsten HTTP-Methoden sind GET (Ressource abrufen), POST (Daten senden), PUT (Ressource ersetzen), PATCH (Ressource teilweise ändern) und DELETE (Ressource löschen).

In WordPress spielt der Request-Begriff an mehreren Stellen eine Rolle. Jeder Seitenaufruf löst zunächst eine GET-Anfrage für das HTML-Dokument aus. Darauf folgen weitere Requests für CSS-Dateien, JavaScript-Dateien und Bilder. Formulareinsendungen, zum Beispiel über WooCommerce-Checkout oder Kontaktformulare, nutzen POST-Anfragen. Die WordPress REST API nimmt sowohl GET-Anfragen für das Abrufen von Inhalten als auch POST-, PUT- und DELETE-Anfragen für das Erstellen, Aktualisieren und Löschen von Inhalten entgegen.

Beispiel aus der Praxis

Eine Besucherin ruft die Startseite Ihrer WordPress-Website auf. Ihr Browser sendet zunächst einen GET-Request an Ihren Webserver. WordPress verarbeitet die Anfrage, greift auf die Datenbank zu und gibt die fertige HTML-Seite zurück. Der Browser analysiert das HTML und sendet für jede referenzierte Ressource weitere Requests: ein Request pro CSS-Datei, ein Request pro JavaScript-Datei, je ein Request pro eingebettetem Bild. Bei einer schlecht optimierten WordPress-Website mit vielen Plugins können dabei leicht 80 bis 120 Requests pro Seitenaufruf entstehen.

Häufiger Fehler

Zu viele HTTP-Requests verlangsamen die Ladezeit erheblich, weil Browser für ältere HTTP/1.1-Verbindungen nur eine begrenzte Anzahl gleichzeitiger Verbindungen pro Domain aufbauen können. Mehrere CSS- und JavaScript-Dateien sollten daher zusammengefasst (kombiniert) und komprimiert (minifiziert) werden. Unter HTTP/2 ist das Kombinieren von Dateien weniger dringend, weil HTTP/2 Multiplexing mehrere Anfragen gleichzeitig über eine einzelne Verbindung abwickelt. Dennoch gilt: Jeder unnötige Request kostet Zeit. Ein WordPress-Caching-Plugin oder ein CDN reduziert die Serverlast, indem es fertige Seiten oder statische Dateien direkt ausliefert, ohne dass WordPress jeden Request vollständig verarbeiten muss.

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