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Server — Was ist ein Webserver?

Ein Server ist ein Computer mit spezialisierter Software, der Webseiten, Dateien oder Daten auf Anfrage von Browsern und anderen Clients über das Internet ausliefert.

Was bedeutet das?

Das Wort „Server“ hat im Alltag zwei Bedeutungen: Einerseits bezeichnet es die Hardware, also den physischen oder virtuellen Computer, auf dem eine Website betrieben wird. Andererseits meint es die Server-Software, etwa Apache oder Nginx, die eingehende HTTP-Anfragen entgegennimmt und mit der entsprechenden Webseite antwortet. In der Praxis werden beide Bedeutungen oft gleichbedeutend verwendet.

Laut MDN Web Docs besteht ein statischer Webserver aus einem Computer mit HTTP-Server-Software, der seine Dateien unverändert an den Browser ausliefert. Ein dynamischer Webserver ergänzt das durch einen Applikationsserver und eine Datenbank. WordPress ist ein klassischer Fall eines dynamischen Systems: Der PHP-Interpreter auf dem Server verarbeitet jede Anfrage, holt Inhalte aus der MySQL-Datenbank und erzeugt erst dann die HTML-Seite, die an den Browser gesendet wird.

In modernen Hosting-Umgebungen gibt es verschiedene Server-Typen. Shared Hosting bedeutet, dass viele Websites den gleichen Server teilen. VPS (Virtual Private Server) ist ein virtuell abgetrennter Server mit dedizierten Ressourcen. Ein Dedicated Server ist ein physischer Rechner, der ausschliesslich für einen Kunden reserviert ist. Cloud-Server wie AWS EC2 oder Google Compute Engine sind virtualisiert und können bei Bedarf skaliert werden. Für WordPress-Websites in Deutschland sind der Serverstandort und die DSGVO-konforme Datenhaltung relevante Auswahlkriterien.

Die gängigsten Web-Server-Softwares für WordPress sind Apache HTTP Server und Nginx. Apache ist historisch weit verbreitet und unterstützt die .htaccess-Konfigurationsdatei, die WordPress für Permalinks und Sicherheitsregeln nutzt. Nginx ist schneller bei hoher Last und wird oft als Reverse Proxy vor Apache eingesetzt.

Beispiel aus der Praxis

Eine WordPress-Website liegt auf einem Shared-Hosting-Server in Frankfurt. Ruft ein Besucher die URL auf, schickt sein Browser eine HTTP-GET-Anfrage an den Server. Der Webserver (Apache) nimmt die Anfrage entgegen, übergibt sie an den PHP-Interpreter, der die WordPress-Datei index.php ausführt. WordPress liest Seiteninhalt und Einstellungen aus der MySQL-Datenbank, erzeugt das vollständige HTML und sendet es zurück. Der Browser rendert die fertige Seite.

Ist der Server ausgelastet oder reagiert er zu langsam, merken Besucher das an langen Ladezeiten. Caching-Plugins wie WP Rocket oder W3 Total Cache speichern fertige HTML-Seiten als statische Dateien, sodass PHP und Datenbank bei Folgebesuchen nicht erneut abgefragt werden müssen. Das entlastet den Server erheblich.

Häufiger Fehler

Viele WordPress-Betreiber ignorieren die PHP-Version ihres Servers, bis ein Fehler auftritt. WordPress empfiehlt seit Version 6.x mindestens PHP 8.0, besser PHP 8.2 oder höher. Ältere PHP-Versionen erhalten keine Sicherheitsupdates mehr und können Lücken enthalten. Im WordPress-Dashboard unter Werkzeuge zeigt „Site Health“ an, ob die PHP-Version veraltet ist. Beim Hosting-Wechsel sollte die PHP-Version explizit auf der neuen Umgebung konfiguriert werden, bevor die Domain umgezogen wird.

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