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Staging — Was ist eine WordPress-Staging-Umgebung?

Eine Staging-Umgebung ist eine vollständige Kopie einer Live-Website, auf der Updates, neue Plugins und Design-Änderungen getest werden, bevor sie auf der produktiven Website eingespielt werden.

Was bedeutet das?

Das Wort „Staging“ kommt aus dem englischen Theaterwesen und bedeutet sinngemäss „auf die Bühne vorbereiten“. In der Webentwicklung bezeichnet es eine Testumgebung, die der Live-Website (Production) möglichst genau entspricht, aber von ihr getrennt ist. Änderungen werden zuerst auf dem Staging-System durchgeführt und geprüft. Erst nach erfolgreichem Test werden sie auf die produktive Website übertragen.

WordPress unterstützt seit Version 5.5 den Umgebungstyp „Staging“ offiziell. Mit der Funktion wp_get_environment_type() kann im Code abgefragt werden, ob die Installation sich in einer lokalen, Development-, Staging- oder Production-Umgebung befindet. Plugins und Themes können daraufhin ihr Verhalten anpassen, beispielsweise indem Analyse-Tracking auf Staging deaktiviert wird.

Es gibt verschiedene Wege, eine Staging-Umgebung für WordPress einzurichten. Viele Hosting-Anbieter stellen eine Ein-Klick-Staging-Funktion bereit, die automatisch eine Kopie der Website in einem Unterordner oder auf einer Subdomain anlegt. Alternativ gibt es WordPress-Plugins wie WP Staging, die eine Kopie lokal auf dem selben Server erstellen. Für anspruchsvollere Workflows wird ein vollständig separater Server empfohlen, dessen Konfiguration (PHP-Version, Server-Software, Datenbankversion) mit dem Production-Server identisch ist. Nur dann können Kompatibilitätsprobleme sicher ausgeschlossen werden.

Die bewährte Praxis ist es, den Code-Stand (Plugins, Theme, WordPress-Core) von Entwicklung nach Staging nach Production zu übertragen, während Datenbank-Inhalte umgekehrt von Production nach Staging gespiegelt werden. So testet man Änderungen immer gegen aktuelle Echtdaten.

Beispiel aus der Praxis

Eine WordPress-Website soll das aktive Page-Builder-Plugin auf eine neue Major-Version aktualisieren werden. Ohne Staging-System würde dieses Update direkt auf der Live-Website durchgeführt. Ist die neue Version inkompatibel mit einem anderen Plugin, sehen alle Besucher sofort einen Fehler. Mit Staging-Workflow wird das Update zuerst auf dem Staging-System eingespielt. Dort zeigt sich, ob Layouts brechen oder Fehler auftreten. Nach der Prüfung und eventuellen Korrekturen wird das Update auf die Live-Website übertragen, die Besucher bemerken nichts.

Bei der Arbeit mit Staging-Systemen ist wichtig, dass Suchmaschinen die Staging-URL nicht indexieren. Die Staging-Umgebung sollte über robots.txt mit „Disallow: /“ oder einen „noindex“-Header für Crawler gesperrt sein. Ausserdem sollte der E-Mail-Versand im Staging deaktiviert werden, damit Testnachrichten nicht an echte Empfänger gehen.

Tipp aus der Praxis

Viele WordPress-Betreiber richten ein Staging-System einmalig ein und vergessen es dann. Mit der Zeit driftet das Staging immer weiter vom Live-Stand ab: Neue Beiträge und Seiten sind nicht vorhanden, Plugins sind veraltet. Vor jedem Test sollte das Staging-System deshalb mit einem frischen Datenbank-Export und einem aktuellen Datei-Stand synchronisiert werden. Wer keinen manuellen Prozess aufbauen möchte, nutzt einen Hosting-Anbieter mit automatisierter Sync-Funktion zwischen Staging und Production. CMS ADMINS pflegt für Wartungskunden auf Wunsch eine laufende Staging-Umgebung.

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