Das Web (World Wide Web) ist das auf dem Internet basierende System verlinkter Seiten und Ressourcen; Webspace bezeichnet den gemieteten Speicherplatz auf einem Server, auf dem Ihre Website-Dateien liegen.
Was bedeutet das?
Das World Wide Web und das Internet sind nicht dasselbe, obwohl beide Begriffe im Alltag oft synonym benutzt werden. Das Internet ist die globale physische Netzwerkinfrastruktur, über die Daten ausgetauscht werden. Das Web ist dagegen eine Anwendungsschicht darauf: ein System von Dokumenten und Ressourcen, die über HTTP oder HTTPS abgerufen werden und durch Hyperlinks miteinander verbunden sind. Neben dem Web nutzt das Internet auch andere Protokolle für E-Mail, Dateiübertragung oder VoIP.
Webspace hingegen ist ein konkretes Produkt: der Speicherplatz auf einem Webserver, den Sie bei einem Hosting-Anbieter mieten, um Ihre Website-Dateien, Datenbanken und E-Mail-Postfächer abzulegen. Der Begriff wird oft synonym mit Webhosting verwendet, meint aber streng genommen nur den Speicheranteil, nicht die gesamte Server-Infrastruktur. Gemessen wird Webspace in Gigabyte; die benötigte Größe hängt von der Anzahl Ihrer Dateien, dem Datenbank-Volumen und dem E-Mail-Archiv ab.
Für eine typische WordPress-Installation mit mittelgroßem Medien-Archiv reichen 5 bis 10 GB Webspace gut aus. Wächst die Mediathek stark an oder betreiben Sie mehrere Websites auf einem Account, können schnell 20 bis 50 GB benötigt werden. Das Datenbank-Kontingent ist dabei oft das engere Nadelöhr: WooCommerce-Shops mit vielen Bestellungen und Produkten erzeugen erhebliche Datenbank-Volumina.
Beispiel aus der Praxis
Ein mittelständisches Unternehmen betreibt eine WordPress-Website mit Blog und einem kleinen WooCommerce-Shop. Nach zwei Jahren sind Bild-Uploads und Produkt-Fotos auf 8 GB angewachsen. Der ursprünglich gebuchte Webspace-Tarif mit 10 GB nähert sich der Grenze. Eine Lösung ist das Auslagern von Mediendateien auf ein externes CDN oder Object Storage, um den lokalen Webspace zu entlasten. Alternativ prüft man, ob hochauflösende Originaldateien wirklich auf dem Server liegen müssen oder ob komprimierte Versionen ausreichen.
Tipp aus der Praxis
Prüfen Sie regelmäßig Ihren Webspace-Verbrauch über das Hosting-Control-Panel oder per SSH mit dem Befehl du -sh /var/www/. Vor allem der Ordner /wp-content/uploads/ wächst mit der Zeit stark an. Ein Backup-Plugin, das Sicherungen im selben Webspace-Verzeichnis ablegt, kann den Speicherbedarf rasch verdoppeln. Speichern Sie Backups besser auf einem externen Dienst und löschen Sie lokale Kopien nach dem Transfer.