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Webdesigner — Berufsbild und Abgrenzung zum Webentwickler

Ein Webdesigner gestaltet das visuelle Erscheinungsbild von Websites: Layout, Farben, Typografie und Nutzerführung, typischerweise mit Werkzeugen wie Figma oder Adobe XD.

Was bedeutet das?

Das Berufsbild des Webdesigners liegt an der Schnittstelle zwischen visueller Gestaltung und Benutzerfreundlichkeit. Webdesigner entwickeln das Look-and-Feel einer Website, erstellen Wireframes und Mockups, wählen Farb- und Schrift-Systeme und achten darauf, dass die Benutzeroberfläche auf allen Geräten konsistent und intuitiv wirkt. Im Gegensatz zum Webentwickler schreibt ein reiner Webdesigner üblicherweise wenig oder keinen programmatischen Code.

Die Abgrenzung zum Webentwickler verläuft entlang der Tätigkeiten: Webentwickler setzen das Design in lauffähigen Code um, während Webdesigner konzipieren, was gebaut werden soll. In der Praxis überschneiden sich die Rollen häufig. Wer beides beherrscht, also Design und Front-End-Entwicklung, wird als UI-Developer oder Full-Stack-Designer bezeichnet. Im WordPress-Umfeld arbeiten Webdesigner oft mit Page-Buildern wie Elementor oder dem nativen Gutenberg-Editor, um Designs direkt im Browser umzusetzen, ohne tiefen Code-Eingriff.

Modernes Webdesign beschäftigt sich intensiv mit User Experience (UX): Wie navigiert ein Besucher durch die Seite? An welcher Stelle findet er die gesuchte Information? Wo platziert man den Haupt-Call-to-Action? UX-Methoden wie User Flows, Heatmap-Analysen und A/B-Tests liefern datengestützte Antworten, die das rein ästhetische Urteil ergänzen und die Conversion-Rate messbar verbessern.

Beispiel aus der Praxis

Ein Unternehmen möchte seine WordPress-Website neu gestalten. Der Webdesigner erstellt zunächst in Figma einen klickbaren Prototyp mit mehreren Seitentypen: Startseite, Leistungsseite und Kontaktseite. Nach Freigabe durch den Auftraggeber werden die Designs als Vorlage an den Entwickler übergeben, der das Theme entsprechend umsetzt oder ein bestehendes Theme anpasst. Die klare Arbeitsteilung spart Zeit und stellt sicher, dass das Ergebnis dem vereinbarten Design entspricht.

Tipp aus der Praxis

Wenn Sie einen Webdesigner beauftragen, bestehen Sie auf einem responsiven Entwurf für Desktop, Tablet und Smartphone, bevor die technische Umsetzung beginnt. Nachträgliche mobile Anpassungen sind aufwendiger und teurer. Gute Designer liefern alle drei Ansichten und dokumentieren das verwendete Raster sowie die Abstands- und Farbwerte als Design-System, das dem Entwickler und späteren Pflegepersonen als verbindliche Referenz dient.

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